Yingli Solar: Der Partner des FC Bayern mit Europazentrale in München

    Solar-Riese mit Fertigungstiefe

    Seit 2007 ist Yingli an der New Yorker Börse notiert.

    Die Yingli Green Energie Holding Company Ltd. wurde 1998 von Miao Liansheng gegründet. Das Unternehmen entwickelt und produziert Photovoltaikzellen und -module und vertreibt diese unter dem Markennamen Yingli Solar. Seit 2007 ist das Unternehmen an der New Yorker Börse notiert.

    Im Gegensatz zu anderen chinesischen Solarunternehmen, wie zum Beispiel Suntech Power, verfolgt Yingli ein vertikal integriertes Geschäftsmodell. Die Unternehmensprozesse umfassen sämtliche Arbeitsvorgänge von der Siliziumgewinnung bis hin zur Produktion ganzer Photovoltaikmodule. Das chinesische Konkurrenzunternehmen LDK Solar verfolgt auch eine vertikal integrierte Unternehmensstrategie, jedoch liegt deren Hauptaugenmerk auf der Produktion von Solarwafern.

    Im Jahre 2010 belegte Yingli mit einer jährlichen Produktionskapazität von 1.060 MW Platz vier der 2011 Global Top Ten Solar Cell Manufacturer, hinter den chinesischen Konkurrenten Suntech Power (1. Platz) und JA Solar (2. Platz).

    Inzwischen hat auch Yingli Green Energy unter der in der Solar-Branche vorherrschenden Krise zu leiden, hält sich im Vergleich zu seinen chinesischen Mitstreitern aber gut. Das Unternehmen musste im 3.Quartal 2011 das prognostizierte Wachstum von ca. 30% auf 20% korrigieren.

    Aus China herausgewachsen

    Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz im Bereich Solarzellen und -module, können die chinesischen Anbieter ihre Produkte zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Dies hängt zum einen mit der Produktion hoher Stückzahlen im Niedriglohnland China zusammen und zum anderen mit der vertikalen Integration des Unternehmens in der Lieferkette.

    Internationale Absatzmärkte sind für Yingli bedeutender als der heimische Markt.

    Die internationalen Absatzmärkt sind für Yingli bedeutender als der heimische Markt. Dies zeigen die im Jahresbericht 2010 aufgeführten Zahlen, welche die Umsatzbeteiligung regional aufgliedert. Dabei ist Deutschland mit 56% Umsatzbeteiligung der absatzstärkste Markt Yinglis, gefolgt von den USA mit 10%. Auf dem chinesischen Markt werden nur ca. 6% des Umsatzes erwirtschaftet. Weitere Absatzmärkte sind Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich und Südkorea. Im Jahr 2010 exportierte Yingli Produkte mit einer Gesamtkapazität von 1.062 MW.

    Neben der Europazentrale in München betreibt Yingli weitere 10 regionale Niederlassungen weltweit, unter anderem in Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich und den USA.

    Yingli ist Partner des FC Bayern München.

    Im Bereich Marketing hat Yingli neue Standards gesetzt. Das Unternehmen ging zahlreiche Sponsoring-Partnerschaften ein, um den nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad zu steigern. So war Yingli Solar beispielsweise 2010 als erstes chinesisches Unternehmen Sponsor der FIFA WM 2010. Jüngst ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Fußball Bundesligaverein FC Bayern München bis 2014 ein.

    Übernahme entlang der Wertschöpfungskette

    Yingli dementiert Übernahmegerüchte der deutschen Solarhersteller Q-Cells und Conergy.

    Yingli strebt Wachstum vor allem auf den für sie wichtigen Absatzmärkten an, jedoch setzt das Unternehmen hierbei eher auf organisches Wachstum und nicht in erster Linie auf Akquisitionen. Das Unternehmen möchte durch eine internationale Marke und qualitativ hochwertige Produkte überzeugen. Gerüchte über Übernahmen der deutschen Solarunternehmen Q-Cells und Conergy AG am Ende des Jahres 2011 wurden seitens Yingli dementiert.

    Eine Ausnahme war die Übernahme der Cyber Power Group Ltd., einem Unternehmen, das Polysilizium produziert. Polysilizium ist für die Produktion von polykristallinen Photovoltaikzellen notwendig und aufgrund der hohen Produktionszahlen in der Solarbranche ein nachgefragtes chemisches Element. Yingli Green Energy verfolgt bei der Produktion von Photovoltaikelementen eine vertikale Integration verschiedener Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette; deshalb passte das Unternehmen, zur Bereitstellung des Grundstoffes für polykristalline Photovoltaikzellen, gut in das gesamte Unternehmenskonzept von Yingli.

    641 Trademarks in China

    Für ein technologieorientiertes Unternehmen wie Yingli, das international nicht nur durch den kostengünstigen Anschaffungspreis überzeugen möchte, sondern vor allem durch Produktqualität, sind Forschung und Entwicklung besonders wichtig. Um das erarbeitete geistige Eigentum zu sichern, hält Yingli nach eigenen Angaben zurzeit 60 Patente in China. 70 Patentanmeldungen stehen noch aus.

    Im folgenden Balkendiagramm ist die Anzahl der jährlichen Schutzrechtanmeldungen Yinglis von 1995-2007 aufgezeigt. Das Unternehmen hat bereits 1996 damit angefangen, geistiges Eigentum schützen zu lassen. Jedoch ist in den letzten Jahren bis 2007 eine leicht steigende Tendenz zu erkennen. Yingli hat sowohl Patente als auch Gebrauchsmuster zum Schutz von Erfindungen angemeldet. Patente benötigen eine größere Erfindungstiefe und sind daher kosten- und zeitintensiver als Gebrauchsmuster. Jedoch ist der Schutz durch Patent umfangreicher und von längerer Dauer als der Schutz durch Gebrauchsmuster.

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    Die nächste Abbildung zeigt, in welchen Technologiebereichen diese Schutzrechte angemeldet wurden. Dabei fällt auf, dass der Photovoltaikzellen-Hersteller Yingli seine Schutzrechte in relativ breit gefächerten Technologiebereichen hält. In den Bereichen „Analyse-, Mess- und Kontrolltechnik“ und „Elektrische Geräte, Engineering und Energie“ hat Yingli die meisten Schutzrechte angemeldet, gefolgt vom Bereich „Civil Engineering, Bau und Minenbau“ und dem Bereich „Handling und Printing“.

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    Die regionale Verteilung der Schutzrechtanmeldungen wird in der folgenden Abbildung dargestellt. Dabei wird neben der steigenden Tendenz der Anmeldungen auch der Fokus Yinglis dargestellt.

    Bis 1998 meldete das Unternehmen keine international gültigen Schutzrechte an, seit 1998 meldete Yingli einige wenige Patente und Gebrauchsmuster in Australien an. Weltweit gültige Schutzrechte meldete Yingli seit 1998 an, ihr Anteil an den gesamten Anmeldungen ist allerdings sehr gering.

    Yingli_IP3

    Ganz im Gegensatz zu den Trademarks (nächste Abbildung), welche das Unternehmen nicht nur national, sondern auch international, hält. Mit Trademarks kann man Markennamen und –logos schützen lassen. Auch hierbei fällt auf, dass das Hauptaugenmerk Yinglis auf China gerichtet ist. Alleine in der Volksrepublik meldete das Unternehmen 641 Trademarks an. International meldete Yingli in den USA und in Mexiko die meisten Trademarks an, was aber im Vergleich zu den gesamten Anmeldungen nur einen Bruchteil ausmacht. Außerdem hat Yingli beispielsweise seinen Firmennamen und diverse damit verbundene Markennamen in Australien, Kolumbien und in Frankreich schützen lassen. Zusätzlich hat das Unternehmen acht europaweit geltende Trademarks angemeldet.

    Yingli_IP4
    References

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